Freistädter Sauna bleibt erhalten
Neue Öffnungszeiten und Tarife ab 2026
Eine öffentliche Sauna im Ort ist heutzutage selten geworden – umso mehr schätzen viele Freistädterinnen und Freistädter dieses Angebot. Doch die hohen Kosten für Energie, Strom und Personal haben in den letzten Jahren zu einem jährlichen Defizit von über 100.000 Euro geführt. Mit den bisherigen, sehr günstigen Eintrittspreisen war der Betrieb nicht mehr zu finanzieren. Da dieser Fehlbetrag im Härteausgleich den „freiwilligen Ausgaben“ zugerechnet wird, bestand dringender Handlungsbedarf.
Gemeinsam nach Lösungen gesucht
Bei einem öffentlichen Diskussionsabend Anfang April informierten Bürgermeister Christian Gratzl und Stadtamtsleiter Florian Riegler über die Situation. Anschließend wurde gemeinsam mit den Saunagästen in einer Arbeitsgruppe nach einem Weg gesucht, um die Sauna zu erhalten. „Wir bedanken uns sehr herzlich für die engagierte Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe! Die Sauna ist ein wichtiger Ort der Erholung, des Krafttankens und der Begegnung. Wir hoffen, dass wir sie mit der neuen Lösung sichern können“, betonen Gratzl und Riegler.
Weniger Öffnungstage, neue Tarife
Um die Sauna weiterzuführen, muss sie künftig annähernd kostendeckend arbeiten. Erreicht werden soll dies über weniger Öffnungstage, neue Eintrittspreise und eine längere Sommerpause. Das neue Konzept wurde in der Gemeinderatssitzung am 6. Oktober einstimmig beschlossen.
Keine Änderung im Hallenbad-Betrieb
Der Betrieb des Hallenbads ist von den Änderungen nicht betroffen. Es bleibt von Dienstag bis Sonntag zu den gewohnten Zeiten und Preisen geöffnet. Besonders beliebt sind die Warmbadetage am Wochenende: Dann wird die Wassertemperatur im Sportbecken auf kinderfreundliche 30 °C erhöht. Für zusätzlichen Spaß sorgen die aufblasbare Wasserrutsche und der große Seestern – jeweils an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie täglich in den Ferien von 13.30 bis 17.00 Uhr.
Ein besonderes Dankeschön gibt es für alle Geburtstagskinder: Am Ehrentag ist der Eintritt in Hallenbad und Sauna gratis!
Derzeit ist das Hallenbad-Restaurant nicht verpachtet. Getränke und Snacks werden demnächst über einen neuen Automaten erhältlich sein.
Grundsatz-Beschluss für Poly-Neubau
Volksschulen sollen am bestehenden Standort erweitert werden
Freistadt wächst – und mit der Bevölkerung steigen auch die Anforderungen an die Bildungsinfrastruktur. Besonders in den Volksschulen wird der Platz knapp. Kurzfristig musste für dieses Schuljahr ein Container aufgestellt werden. An einem zukunftsfähigen Konzept zur Schulraumerweiterung wird hinter den Kulissen intensiv gearbeitet. Einen wichtigen Schritt setzte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 6. Oktober: Das höchste Gremium der Stadtgemeinde sprach sich einstimmig für einen Neubau der Polytechnischen Schule aus, damit die Volksschulen am bestehenden Standort erweitert werden können.
„Wir wollen für alle Kinder bestmögliche Lernbedingungen schaffen – und das gelingt nur mit ausreichend Raum und moderner Ausstattung“, betont Bürgermeister Christian Gratzl. „Mit diesem Beschluss ist nun der Weg frei für eine dauerhafte und nachhaltige Lösung.“
Geplant ist der Neubau auf einem Gemeinde-Grundstück westlich des Turnsaals der Musikmittelschule. Politik und Schulleitung haben eine erste Konzeptstudie positiv bewertet. Nun starten die konkreten Planungen.
Übergangslösung für Kindergartengruppe gefunden
Auch in Freistadts Kindergärten ist der Platz derzeit knapp. Bis das neue Kinderbetreuungszentrum in der Zemannstraße bezugsfertig ist, wurde für eine zusätzliche Kindergartengruppe anderweitig Raum geschaffen: Das Gebäude der ehemaligen GKK in der Hessenstraße wird reaktiviert und angepasst. Der Standort ist ideal, da direkt daneben ein großzügiger öffentlicher Spielplatz liegt, auf dem – gesetzlich vorgeschrieben – ein eigener Bereich für die Kindergruppe abgetrennt wird.
Diese Lösung wurde einstimmig im Gemeinderat beschlossen und stellt sicher, dass die Kinder weiterhin in einer sicheren und ansprechenden Umgebung betreut werden können.
Standort für dritten Hochbehälter fixiert
Wichtiger Schritt für eine krisenfeste Wasserversorgung
Freistadt verfügt über Trinkwasser in bester Qualität. Mit der Inbetriebnahme des Tiefbrunnens in der Zelletau im Jahr 2022 erhielt die Wasserversorgung ein drittes Standbein – eine wichtige Investition für die Zukunft. Nun steht das nächste Großprojekt an: der Bau eines dritten Hochbehälters. Mit einem Volumen von 1.000 m³ wird er einen wichtigen Beitrag zu einer krisenfesten Wasserversorgung leisten.
Für den Bau muss der Hochbehälter entlang einer bestimmten Höhenlinie (603 Meter über dem Meeresspiegel) errichtet werden. Dadurch kamen nur wenige Grundstücke als Standort in Frage. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Standorte geprüft und Gespräche mit Eigentümern geführt, die jedoch nicht zu einer Lösung führten.
Nun wurde aber eine Lösung gefunden: Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Beschluss, das Projekt auf einem gemeindeeigenen Grundstück neben der Sonnbergstraße in Richtung St. Peter (Gst.Nr. 743/1) zu realisieren.
„Mit dem Projekt investieren wir weiter in eine krisenfeste, zukunftssichere Wasserversorgung für die Bevölkerung“, so Bürgermeister Christian Gratzl und Infrastrukturstadtrat Rainer Widmann.
Einstimmig für Beitritt zu „WAlter“
Freistadt will an der Sozialregion Freistadt 2024 aktiv mitwirken
Immer mehr ältere Menschen, zu wenige Pflegeplätze, fehlendes Personal – die Herausforderungen in der Pflege steigen. Bis 2040 wird es im Bezirk rund 2.200 pflegebedürftige Menschen mehr geben – fast zwei Drittel mehr als heute.
Diese Herausforderungen will man im Bezirk mit dem Projekt „Sozialregion Freistadt 2040“ bewältigen. Initiatorin und treibende Kraft ist Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger, Obfrau des Sozialhilfeverbandes (SHV), dem alle 27 Gemeinden des Bezirks angehören.
Für ein gutes Leben im Alter
Der Freistädter Gemeinderat beschloss am 6. Oktober einstimmig, aktiv an diesem Projekt mitzuwirken und sich zur sorgenden Gemeinde zu entwickeln. Ebenfalls einstimmig wurde der Beitritt zum Verein „WAlter – Wirknetz Alter“ beschlossen.
„Wir brauchen bei diesem Projekt ganz viel WIR. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, die Herausforderungen in der Pflege zu meistern“, ist Bürgermeister Christian Gratzl überzeugt.
Standing Ovations für Peter Knoll
Gemeinderat bedankte sich bei langjährigem Salzhof-Leiter
Mit Standing Ovations bedankte sich der Gemeinderat zu Beginn der letzten Sitzung bei Peter Knoll, der sich im Sommer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.
Keiner kennt das gemeindeeigene Veranstaltungszentrum so gut wie er: Peter Knoll leitete den Salzhof seit dessen Geburtsstunde im Jahr 2003. „Peter hat in den vergangenen 22 Jahren Unglaubliches geleistet. Er hat den Salzhof mit Leidenschaft, Herzblut und vollem Einsatz geführt und in der Kulturszene etabliert. Die Stadt bedankt sich herzlich für sein Engagement!“, würdigte Bürgermeister Christian Gratzl sein Wirken.
Der Salzhof bereichert seit fast einem Vierteljahrhundert die Freistädter Kulturszene. Politisch als ehemaliger Vizebürgermeister und kulturell v.a. in seiner Funktion als langjähriger Obmann des Mühlviertler Schlossmuseums bestens vernetzt, prägte Peter Knoll den Salzhof wie kein anderer.