Neubau der Wiesmühlbrücke einstimmig beschlossen
Fertigstellung der neuen Aist-Überquerung bis März 2026 geplant
Nach längeren Verzögerungen gibt es in Sachen Wiesmühlbrücke nun ein Happy End: Die alte, stark beschädigte Brücke wurde bereits abgetragen, und die vorbereitenden Arbeiten für die Neuerrichtung laufen auf Hochtouren. Bei günstiger Witterung soll die neue Brücke bis März 2026 fertig sein. Die dafür notwendigen Beschlüsse wurden in der jüngsten Sitzung des Freistädter Gemeinderates einstimmig gefasst.
Bürgermeister Christian Gratzl: „Ich freue mich sehr, dass wir mit vereinten Kräften eine Lösung für die betroffenen Anrainer gefunden haben und die neue Brücke schon in wenigen Monaten Entlastung bringen wird.“
Gesamtkosten rund 140.000 Euro
Aufgrund ihres maroden Zustandes musste die Wiesmühlbrücke vor rund zwei Jahren gesperrt werden. Die Vorbereitungen für den Neubau liefen zügig an: Brückenplanung, wasserrechtliche Bewilligung und Leitungsträgerbesprechungen waren bald abgeschlossen. Allerdings konnte die Finanzierung zunächst nicht aufgestellt werden, da sich die Stadtgemeinde im Härteausgleich befindet. Immerhin fallen für den Abriss und Neubau der Brücke Gesamtkosten in Höhe von rund 140.000 Euro an, wovon das Land OÖ einen Zuschuss von 30.000 Euro leistet.
Finanzierung durch Gesetzesänderung ermöglicht
Eine im Juli 2025 vom Nationalrat beschlossene Gesetzesänderung brachte schließlich die entscheidende Erleichterung: Projekte können nun vollständig aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) finanziert werden, da die bisher erforderliche 50%-Kofinanzierung der Gemeinden entfällt. Damit können auch die noch offenen 70.000 Euro finanziert werden; 40.000 Euro hatte die Gemeinde bereits in Material, Planung und Vorarbeiten investiert.
Beständig und längere Lebensdauer
Die neue Wiesmühlbrücke wird in einer robusten Stahlträger- bzw. Betontragwerksbauweise ausgeführt, was eine höhere Beständigkeit und längere Lebensdauer gewährleistet.
KIP-Mittel 2026: Investitionen für Freistadt
Die Stadtgemeinde erhält insgesamt 1,1 Millionen Euro in 4 Jahren
Die Stadtgemeinde Freistadt erhält im Jahr 2026 KIP-Mittel (Kommunales Investitionsprogramm) in Höhe von 469.000 Euro. KIP-Mittel sind Finanzzuschüsse des Bundes, die Kommunen für dringend notwendige Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen verwenden können. Die Verteilung der Mittel erfolgt nach einem Schlüssel, der unter anderem die Bevölkerungszahl, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde und den Investitionsbedarf berücksichtigt.
In den Jahren 2025 bis 2028 erhält Freistadt insgesamt 1,1 Millionen Euro. Die Zuschüsse verteilen sich unterschiedlich auf die vier Jahre:
2025: 139.000 Euro
2026: 469.000 Euro
2027: 451.000 Euro
2028: 51.000 Euro
In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat die Mittel für 2026 für folgende Vorhaben einzusetzen:
- 233.000 Euro für das neue Kinderbetreuungszentrum Zemannstraße
- 70.400 Euro für die Sanierung der Wiesmühlbrücke
- 100.000 Euro für die notwendige Sanierung einer Stützmauer in Eglsee
- 20.000 Euro für die Asphaltierung der Sonnhofstraße
- 35.300 Euro für dringend notwendig Investitionen in den Fuhrpark des Bauhofs
„Wir investieren in wichtige Projekte für Familien, Sicherheit und Infrastruktur“, freut sich Bürgermeister Christian Gratzl über den Beschluss. „Ich danke allen Gemeinderatsmitgliedern, dass wir an einem Strang ziehen und gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt übernehmen.“
Fördervereinbarung für Museum beschlossen
Gemeinderat legt Grundstein für langfristige Absicherung
Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt feiert im kommenden Jahr ein besonderes Jubiläum: Seit 100 Jahren bewahrt es die Geschichte von Freistadt, zeigt regelmäßig spannende Ausstellungen zu regionalen Themen und ist ein fester Bestandteil des Schulunterrichts.
Nach turbulenten Jahren – geprägt von einer massiven Kürzung der Landesfördermittel und einer personellen Neuaufstellung – zeichnet sich nun eine langfristige Absicherung des Museums ab. Auch die Gemeinde ist aufgrund des Härteausgleichs gezwungen, ihre finanzielle Unterstützung zu reduzieren. Nach mehreren Verhandlungsrunden konnte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats schließlich eine neue Fördervereinbarung einstimmig im Gemeinderat beschlossen werden.
„Das Vorstandsteam rund um Herbert Pointner und Christian Hackl arbeitet mit großem Engagement an der Modernisierung und nachhaltigen Absicherung des Museums. Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats haben wir das Fundament gelegt, damit dies langfristig gelingt“, sagt Bürgermeister Christian Gratzl. „Wir freuen uns auf ein spannendes Jubiläumsjahr 2026 mit besonderen Ausstellungen und Veranstaltungen – und auf viele weitere Jahre, in denen das Museum unsere Stadtgeschichte lebendig macht.“