MEDIENSERVICE

Hier finden Sie sämtliche Presseaussendungen der Stadtgemeinde Freistadt ab 23. Juni 2020.

Ansprechperson für Rückfragen: Mag. Sabrina Auböck

Aus dem Freistädter Gemeinderat

Spitzen der Stadtregierung bei der Gleichenfeier des neuen Kinderbetreuungszentrums

Ein Freudentag für die Spitzen der Stadtregierung: Gleichenfeier für das neue Kinderbetreuungszentrum in der Zemannstraße.

24.03.2026

3 Millionen Euro für neues Kinderbetreuungszentrum

Ab Herbst 2027 stehen in Freistadt 86 Betreuungsplätze in modernen Räumlichkeiten zur Verfügung

Es war ein Freudentag für die Spitzen der Freistädter Stadtregierung, als Mitte März die Gleichenfeier für das neue Kinderbetreuungszentrum in der Zemannstraße begangen wurde. Ab Herbst 2027 bietet die Stadt hier modernste Räumlichkeiten für 86 Kinder – in drei Kindergarten- und zwei Krabbelgruppen.

Wichtiges Zukunftsprojekt

Rund 3 Millionen Euro werden in das neue Kinderbetreuungszentrum investiert. Der Finanzierungsplan wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung am 23. März 2026 einstimmig beschlossen. „Ein wichtiges Zukunftsprojekt für Freistadt nimmt sichtbar Form an. Jeder investierte Euro ist gut angelegt – hier entsteht ein Ort, an dem sich unsere Kinder wohlfühlen und bestmöglich entwickeln können“, freut sich Bürgermeister Christian Gratzl.

Mit der Fertigstellung werden bestehende Provisorien aufgelöst: Die derzeitigen provisorischen Gruppen in der Bahnhofstraße (Container-Gruppe) und der Hessenstraße (ehem. ÖGK) sowie die Krabbelstube im Schlosshof ziehen dann ins neue Zentrum um. Betreiber des Hauses wird das OÖ Hilfswerk sein.

Drei Generationen Tür an Tür

Das Kinderbetreuungszentrum befindet sich in den unteren beiden Stockwerken eines neuen Wohngebäudes, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum betreuten Wohnen im ehemaligen Krankenhaus liegt. 

Künftig werden hier drei Generationen Tür an Tür leben und wertvolle Zeit miteinander verbringen – ein wichtiger Beitrag für ein lebendiges, generationenübergreifendes Miteinander. Helle, freundlich gestaltete Räume schaffen eine Umgebung, in der sich Kinder wohlfühlen und bestmöglich entwickeln können.


Budget-Pattsituation im Gemeinderat 

Mit 18:18 Stimmen wurde der Entwurf abgelehnt

Der Budgetentwurf für 2026 konnte in der gestrigen Gemeinderatssitzung keine Mehrheit finden. Die Abstimmung endete mit 18:18 Stimmen. Statt der üblichen 37 waren nur 36 Mandatarinnen und Mandatare anwesend.

Gegen den von Bürgermeister Christian Gratzl eingebrachten Entwurf stimmten die ÖVP, die Bürgerliste WIFF sowie Stadtrat Harald Schuh. Unterstützung kam von der FPÖ (mit Ausnahme von Harald Schuh), der Grünen Fraktion und der SPÖ.

Für Bürgermeister Christian Gratzl ist die Situation ernst:
 „Freistadt braucht jetzt rasch ein Budget. Ohne Beschluss geraten wichtige Investitionen ins Stocken. Ich lade alle Fraktionen rasch an den Verhandlungstisch ein. Unser Gestaltungsspielraum ist denkbar eng – aber gemeinsam werden wir eine gute Lösung für die Freistädterinnen und Freistädter finden.“

560.000 Euro fehlen – Pflichtausgaben steigen weiter

Das Budget umfasst rund 25 Millionen Euro und weist eine Lücke von etwa 560.000 Euro auf. Der Entwurf wurde im Vorfeld von der Bezirkshauptmannschaft und der IKD umfassend geprüft.

Die größten Kostentreiber sind weiterhin die Beiträge zum Sozialhilfeverband sowie zu den Krankenanstalten. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 403.000 Euro gestiegen und machen mit 6,63 Millionen Euro mehr als ein Viertel des Gesamtbudgets aus.

Geplante Investitionen 2026

Der Entwurf sieht wichtige Investitionen für Freistadt vor. Mit Gesamtkosten von 3 Millionen Euro ist das neue Kinderbetreuungszentrum in der Zemannstraße die größte Investition. Weitere wichtige Projekte sind:

  • die Planungen für den dritten Hochbehälter
  • ein neues Fahrzeug für die Grünraumpflege und den Winterdienst
  • ein Straßenbauprogramm

Rechnungsabschluss 2025

Trotz der aktuellen Situation gibt es auch positive Nachrichten: Der Rechnungsabschluss 2025 fällt mit einem Minus von 217.000 Euro deutlich besser aus als erwartet. Die wichtigsten Gründe dafür sind:

  • 150.000 Euro Mehreinnahmen aus der Kommunalsteuer
  • 157.000 Euro zusätzlich durch gestiegene Ertragsanteile
  • attraktive Holzpreise (55.000 Euro Mehreinnahmen)
  • Mehreinnahmen aus Wasser- und Kanalgebühren

Lokale Wirtschaft entwickelt sich gut

Die wirtschaftliche Entwicklung in Freistadt bleibt stabil: Mit 3,72 Millionen Euro ist die Kommunalsteuer eine tragende Säule der Gemeindefinanzen. Ein Zuwachs von 6,37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unterstreicht die positive Entwicklung.

Rund 800 Betriebe mit etwa 6.000 Arbeitsplätzen machen Freistadt zu einem starken Wirtschaftsstandort – und zeigen, dass die Stadt trotz finanzieller Herausforderungen gut aufgestellt ist.


Feuerwehr: Entlastung durch Neuregelung des Landes

Gemeinderat einstimmig für Überweisung der Personalanteile

Der Härteausgleich im vergangenen Jahr brachte in vielen Bereichen schmerzhafte Einschnitte für Freistadt. Die strengen Vorgaben des Landes trafen auch die Freistädter Feuerwehr hart. Denn sämtliche Einnahmen aus verrechenbaren Einsätzen – etwa Lotsen- oder Insekteneinsätze – mussten im vergangenen Jahr von der Gemeinde einbehalten und durften nicht an die Feuerwehr weitergegeben werden.

Jetzt gibt es gute Nachrichten: Das Land hat die Richtlinien für den Härteausgleich geändert. Künftig dürfen die Personalanteile wieder direkt an die Feuerwehr überwiesen werden.

„Wir sind uns im Gemeinderat einig, dass dieses Geld der Feuerwehr zusteht. Die Kameradinnen und Kameraden sind Tag und Nacht einsatzbereit, um die Bevölkerung zu schützen und Schäden von unserer Stadt abzuwenden. Sie leisten dies freiwillig und unentgeltlich – in ihrer Freizeit. Im Namen der Stadt danke ich jedem einzelnen Mitglied herzlich für dieses Engagement und zolle höchsten Respekt“, betont Bürgermeister Christian Gratzl.

Die beeindruckende Bilanz des vergangenen Jahres spricht für sich: Die 154 Mitglieder leisteten rund 13.600 ehrenamtliche Stunden. Neben zahlreichen Übungen und Ausbildungen bewältigten sie 166 technische Einsätze sowie 47 Brandeinsätze – schnell, professionell und zuverlässig.


Naturnahe Bestattung

Überlegungen für einen Waldfriedhof in Freistadt

Die Nachfrage nach naturnahen Bestattungen in Wäldern nimmt zu. Dabei wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes in einem natürlich gewachsenen Wald beigesetzt.

Vor einiger Zeit stellte ein Anbieter von Waldfriedhöfen sein Projekt der Gemeinde vor. Daraufhin fasste der Stadtrat den Grundsatzbeschluss, das Vorhaben weiter zu prüfen und die nächsten Schritte einzuleiten. In Zusammenarbeit mit unserem Stadtförster wurde ein geeignetes Waldgrundstück ausgewählt – zwischen dem Kreisverkehr Nord und der S10-Brücke in der Nähe der Knödelhütte. In seiner jüngsten Sitzung am 23. März leitete der Gemeinderat die Änderung des Flächenwidmungsplans ein, um die Umsetzung des Projekts zu ermöglichen.

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