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Die Landesfürstliche Marktfreyung von Freistadt
Die landesfürstliche Bewilligung eines Marktes verlieh dem Ort für die Marktdauer einschließlich etlicher Tage zuvor und danach ein Art Sondergerichtsbarkeit, die „Landesfürstliche Freyung“, sowie das Recht, dies mit einem auffälligen Zeichen, dem Marktzeichen – „freyung“ oder „freitn“, kundzutun.Seit dem 16. Jahrhundert war es ein hölzerner, selten eiserner, rechter, vorwärts gestreckter Mannsarm mit einem aufrecht, in der Faust gehaltenem, blankem, Schwert.Die heute noch existierende Freyung von Freistadt besteht aus einem gedrehtem Schaft mit abgewinkeltem Arm samt Schwert und Blechfahne mit dem Doppeladler und Stadtwappen.Der Schaft hat oben eine Öffnung zum Einstecken eines „Gröstlings“.Diese Freyung wurde – wie im 19. Jahrhundert fast überall – nur noch anlässlich des Pauli-Marktes 14 Tage vor dessen Beginn vom Fenster des Rathaussaales unter Geläute durch den Mesner ausgesteckt und 14 Tage nach dem Markte – wieder unter Geläute – eingeholt. (Aus dem Katalog der Landesausstellung 1988, „Das Mühlviertel, Natur, Kultur, Leben“, Seite 150)
Die Märkte in Freistadt
Der älteste Markt ist der Katharina-Jahrmarkt (25.November), der so wie der Pauli-Markt (25. Jänner ) ursprünglich 4 Wochen gedauert hat. 1439 wurde er auf den Christi-Himmelfahrtstag verlegt. Der Zwirnmarkt wurde in der Spindelgasse abgehalten; dort saßen die Zwirnmacher. Außerdem gab es noch zwei Wochenmärkte für die Kleinhändler und Bauern auf dem Hauptplatz.
Märkte in Freistadt um ca. 1900
Paulimarkt: 30. Jänner bis 6. FebruarJosefimarkt: 19. MärzPfingsmarkt: Dienstag nach PfingstenMichaelimarkt: 29. SeptemberKatharinimarkt: 25. NovemberAußerdem Viehmarkt an jedem Montag zwischen 19. März und 25. September
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